Anzeige / Meine Erfahrungen mit dem FreeStyle Libre 2

Es rattert wieder

Lang, lang ist’s her, doch so langsam aber sicher kommt die innere Schreibmaschine wieder ins rattern. Ich weiß: es war sehr ruhig auf meinem Blog, doch mein deutscher Alltag seit meinem „Touchdown“ in good old Germany Mitte März 2019 sah ganz anders aus. Da ich beruflich weiterhin ständig unterwegs bin, sage ich mittlerweile gerne, dass ich Work & Travel Deutschland mache.

Type 1 Backpacker entdeckt die Heimat und auf dieser Entdeckungsreise wurde ich auch von Abbott kontaktiert. Zwei von Abbott veranstaltete Bloggerevents durfte ich dieses Jahr schon besuchen und mich sowohl auf internationaler als auch nationaler Ebene mit Bloggern und Vertretern von Abbott austauschen. Ich hatte auf Instagram darüber berichtet und wen es interessiert, der kann sich meine Highlights vom #dXLisbon2019 und #dX2Wiesbaden gerne auf meinem Profil nachträglich anschauen.

Über diesen Weg entsteht auch der heutige Blogbeitrag, denn Abbott hat angefragt, ob ich über meine Erfahrungen mit dem FreeStyle Libre 2 berichten möchte. Tatsächlich habe ich noch nie über ein Produkt gebloggt, also mal schauen wie ich mich schlage.

Was natürlich noch erwähnt werden muss: In diesem Beitrag vertrete ich meine eigene Meinung und schildere meine ungefilterten Eindrücke vom FreeStyle Libre 2.

Holen wir doch zunächst einmal ein wenig aus …

Von Abbott und dem FreeStyle Libre hörte ich zum ersten Mal auf meiner ersten mehrtägigen Schulung ein paar Monate nach meiner Diagnose im Sommer 2014. Absoluter Wahnsinn für mich und alle anderen im Raum, die stellenweise schon viel länger mit der Erkrankung lebten. Der Gedanke sich vom ständigen blutigen Messen zu verabschieden war einfach nur ein Traum! Es sollte jedoch noch ein wenig Zeit verstreichen bis ich den FreeStyle Libre zum ersten Mal nutzen konnte. Die meisten von euch erinnern sich sicherlich noch an die überwältigende Nachfrage zu den Anfangszeiten.

Das Timing hätte dann nicht besser sein können, denn ein paar Monate vor meinem Work & Travel Jahr in Kanada konnte ich das System zum ersten Mal testen. In weiser Voraussicht und um mich in meiner „Travel“-Zeit zu entlasten, hatte ich ein paar FreeStyle Libre Sensoren im Backpack, die insbesondere auf meiner Fahrradtour durch den Westen Kanadas zum Einsatz kamen. In der komfortablen Lage zu sein auf dem Fahrrad meine Blutzuckerwerte zu messen, zauberte mir mehr als einmal ein Lächeln aufs Gesicht, während ich durch die wunderschönen Weiten Kanadas radelte. Das Gefühl „in control“ zu sein, frühzeitig reagieren zu können, fest im Sattel zu sitzen (#starkeswortspiel) und die Reise schlichtweg genießen zu können, ordne ich ohne Wenn und Aber unter der Kategorie Luxus ein. Nicht zuletzt, weil ich auf meinen Reisen schon mehrmals auf „that thing on your arm“ angesprochen wurde. Unter anderem von einer Typ 1erin auf einer Fähre Richtung Vancouver Island, die sich damals auch schon sehr darauf freute das System auszuprobieren, es aber zum damaligen Zeitpunkt in Kanada noch nicht zu Verfügung stand.

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Road Tripin‘ 2016, damals noch mit FreeStyle Libre bei der Einfahrt in den Banff National Park, Kanada

Let’s talk FreeStyle Libre 2!

So. Jetzt aber zum FreeStyle Libre 2 und meinen Eindrücken. Denn darum geht’s heute schließlich!

Angenehm unauffällig

Bis zum heutigen Tage bin ich immer noch davon beeindruckt, dass ich beim und nach dem Setzen des FreeStyle Libre, nichts aber auch absolut gar nichts spüre. Schließlich sticht der 5mm lange Fühler durch die Haut und macht es sich für zwei Wochen an meinem Oberarm bequem. Trotzdem könnte der Tragekomfort für mich nicht besser sein. Und wo ich die zwei Wochen bereits angesprochen habe: bei mir hält der Kleber bombenfest. Egal ob schwimmen, wandern, stressiger Arbeitsalltag oder Sauna.

Einziger Endgegner um hier natürlich bei der Wahrheit zu bleiben: der gefürchtete Türrahmen! Immer wieder ärgerlich aber solche Missgeschicke lassen sich eigentlich nur darauf zurückführen, dass ich einen angenehm unauffälligen Tragekomfort verspüre und quasi vergesse, dass noch etwas an meinem Arm klebt.

Ähnlich angenehm unauffällig empfinde ich das Design des FreeStyle Libre. Meist fällt er gar nicht auf und wenn doch entstehen wie bereits erwähnt nette Gespräche über Typ 1 Diabetes, womit ich persönlich gar keine Probleme habe. Definitiv ein cooler Icebreaker auf menschlicher Ebene!

Endlich Alarme!

Das wohl beste Feature am FreeStyle Libre 2 sind für mich die Alarme, die sich sofort melden, wenn ich zu niedrig oder zu hoch bin. Für mich waren diese Alarme über die letzten Monate eine riesige Entlastung in meinem bereits super stressigen Arbeitsalltag. Ich muss nicht mehr daran denken alle 30, 45 oder 60 Minuten nach dem Essen zu messen und kann mich komplett auf meine Aufgaben konzentrieren. Eine riesige Entlastung, die ich auch gerne zu Barista Zeiten in Neuseeland oder Koch in Kanada gehabt hätte. Toll, dass diese Verbindung nun besteht und mir meinen Alltag mit Typ 1 Diabetes erleichtert!

Die App

Straight forward! Das trifft es meiner Meinung nach ganz gut. Übersichtlich, easy handelbar und womit ich mich seit kurzem sogar wieder etwas „angefreundet“ habe: Tagebuch führen. Momentan ein MUSS für mich, da ich gerne auf eine Pumpe umsteigen möchte, jedoch empfinde ich das Tagebuch führen mithilfe der FreeStyle LibreLink App als gar nicht so schlimm, wie es für mich früher noch der Fall war. Nach gescanntem Wert klicke ich ganz einfach auf Notiz hinzufügen, trage meine Kohlenhydrate und Insulineinheiten, etc. ein und gut ist. War früher irgendwie alles viel nerviger und insbesondere zeitaufwändiger. Schön, dass so etwas immer mehr der Vergangenheit angehört.

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Tagebuchführung leicht gemacht!

Was ich mir wünschen würde   

Man hört es: Ich habe Spaß daran den FreeStyle Libre 2 zu nutzen. Und trotzdem gibt es natürlich noch Verbesserungsvorschläge oder Wünsche die ich für die Zukunft habe.

Bluetooth-Verbindung

Denn wie bereits erwähnt bin ich beruflich viel unterwegs. Heißt im Klartext: Lange Autofahrten sind Standard. Wenn mich mein Handy dann darauf aufmerksam macht, dass die Verbindung zum Sensor unterbrochen wurde und ich zum Verbinden wieder scannen muss, dann kann es schonmal nervig werden. Insbesondere wenn es zwei, drei Mal in der Stunde passiert. Dazu sollte man vielleicht sagen, dass ich echt kein Fan davon bin das Handy auch nur für ein paar Sekunden während der Fahrt in der Hand zu halten. #staysafe

Für mich ist es super zu wissen: „Ah mein Blutzucker fällt!“, sprich ich trinke/esse was auf der Fahrt oder „Ah mein Blutzucker steigt!“, denn dann geht’s für mich an der nächsten Raststätte raus und es wird korrigiert. Aber wegen der nicht vorhandenen Verbindung einen Stopp einzulegen muss echt nicht sein.

Fast schon meckern auf hohem Niveau, wenn man bedenkt, dass man vor 5 Jahren immer in regelmäßigen Abständen Pausen einlegen musste um zu messen. Trotzdem, wenn die Bluetooth Verbindung in Zukunft stabiler wäre und ich nicht ständig scannen müsste, wäre ich nochmal eine Ecke glücklicher mit dem Produkt.

Display der Werte

Wo ich gerade schon das Scannen angesprochen habe. Natürlich ist ein Scan Ruck-Zuck durgeführt und weitaus angenehmer als die traditionelle blutige Messung. Der nächste Schritt wäre jedoch komplett auf den Scan zu verzichten und die Werte direkt angezeigt zu bekommen. In Verbindung mit der Smart Watch bestimmt eine sehr geile Kombination, insbesondere wieder beim Autofahren. Die Möglichkeit einen noch genaueren Überblick zu haben und ein klitzekleines bisschen schneller reagieren zu können, wäre definitiv die Kirsche auf der Sahnetorte.

Any last words?

Der FreeStyle Libre 2 ist mittlerweile fester Bestandteil meines Lebens mit Typ 1 Diabetes und ich möchte nur noch sehr ungern ohne ein solches System meine Therapie gestalten. Ich empfinde das Leben damit als unglaubliche Bereicherung, weil es mir Last von den Schultern nimmt. Last die ich seit dem Tag meiner Diagnose wie so viele andere Typ 1er Tag für Tag mit mir herumschleppe.

Wir leben in einer unglaublich hektischen, stressigen Zeit und überall wo ich mich momentan umschaue, sei es Freundeskreis oder Familie, sind alle ständig in Eile, inklusive meiner Wenigkeit. Umso toller, dass mir ein System wie der FreeStyle Libre 2 dabei unter die Arme greift, den Alltag mit Typ 1 besser zu bewältigen. Ich kann meinen Fokus mehr auf die Arbeit oder auch meine Reisen richten, sollte ich mal wieder irgendwo außerhalb Deutschlands unterwegs sein. Wenn was nicht stimmen sollte, werde ich mittlerweile rechtzeitig gewarnt und kann dementsprechend reagieren. Ein unglaubliches Plus an Sicherheit, welches ich verspüre!

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es für mich immer noch sehr faszinierend ist, was für große Schritte momentan mit Innovationen wie dem FreeStyle Libre 2 in der Diabetestherapie gemacht werden. Es stimmt mich unglaublich positiv auf mein zukünftiges Leben mit Typ 1 Diabetes und ich kann es kaum erwarten zu sehen, was sich in den nächsten Jahren noch so alles tuen wird. Bitte mehr davon, für ein unbeschwertes Leben mit Typ 1!

Beste Grüße gehen an euch raus!

Michi

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Cheers and until next time!

Bitte wende dich bei Kommentaren, Fragen oder Vorkommnissen, die FreeStyle Libre betreffen, direkt an die Abbott GmbH & Co KG unter Tel. 0800-5199519 oder per E-Mail an abbottdiabetescare.de@abbott.com

Mehr Informationen zum FreeStyle Libre findest du über folgende Links!

https://www.freestylelibre.de/libre/freestylelibre2.html
https://www.freestylelibre.de/libre/produkte/freestyle-librelink.html
https://www.freestylelibre.de/libre/produkte/libreview.html

Ein Kommentar zu „Anzeige / Meine Erfahrungen mit dem FreeStyle Libre 2

  1. Hallo Michi, hier ist seid 3 Sensoren auch der libre 2 eingezogen und ich kann deine Worte nur bestätigen. Mein Sohn wollte die Alarme erst nicht um nicht aufzufallen. Im Französischunterricht ist es nervig wenn der Sensor piepst, erst recht wenn der Lehrer kein Verständnis (Verstand) dafür hat. Aber mittlerweile ist Er froh das der Sensor mit aufpasst. Einziger Nachteil, er kontrolliert noch seltener. Wir freuen uns auch sehr über die rasante Entwicklung im Diabetesmanagment. Im Februar geht er übrigens wieder auf Skifahrt. Er hat letztes Jahr die Premiere gut überstanden. Dir alles Gute. Ich freu mich immer von Dir zu lesen und zu sehen was alles möglich ist trotz Diabetes. Liebe Grüße Ute

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